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„Fleißige Regenwürmer“ im Kindergarten Herminenhof der Stadt Wels

„Warum gibt es Regenwürmer und was bringen sie für die Umwelt und die Pflanzen?“, fragten die Kinder die Pädagog:innen beim Spielen im Garten – und aus dieser neugierigen Frage entwickelte sich ein spannendes und bereicherndes Projekt.

Regenwurm auf erdiger Kinderhand

Ein Bodenprojekt im Kindergarten Herminenhof:

Mit dem frühlingshaften Wetter nutzten die Kinder der Sonnenscheingruppe im Kindergarten Herminenhof Sonnenscheingruppe immer öfter den Garten als Lern- und Entdeckungsraum. Dabei stießen sie auf kleine, zunächst unscheinbare Bodenbewohner: Regenwürmer. Aus der kindlichen Neugier entstanden schnell erste Fragen: Warum gibt es Regenwürmer? Und was bringen sie für die Umwelt und die Pflanzen?
Daraus entwickelte sich das Projekt „Fleißige Regenwürmer“.

Vom Entdecken zum Verstehen

Zu Beginn wirkten die Regenwürmer auf viele Kinder wenig bedeutend. Gemeinsam mit dem pädagogischen Team eigneten sich die Kinder mithilfe kindgerechter Sachbücher Wissen über die Rolle der Regenwürmer im Boden an. Besonders prägend war das Buch „Kackadiesisch! Darwins großes Regenwurmspektakel“, das anschaulich vermittelte, wie wertvoll Regenwurmkot für die Bodenfruchtbarkeit ist.

Lernen durch Beobachten und Tun

Das Projekt wurde Schritt für Schritt praktisch umgesetzt. Zunächst suchten die Kinder behutsam nach Regenwürmern und sammelten sie vorsichtig ein. Anschließend gestalteten sie gemeinsam ein Terrarium, um die Tiere in ihrem neuen Umfeld beobachten zu können. Besonders spannend war die Beobachtung der Gänge, die die Regenwürmer in der Erde anlegten. Dabei erkannten die Kinder, wie die kleinen Bodenbewohner den Boden lockern und verbessern.


Begleitet wurde dieser Prozess durch eine vorbereitete Lernumgebung rund um das Thema Boden und Regenwürmer. Um den natürlichen Lebensraum der Tiere nachzuahmen, bastelten die Kinder aus schwarzem Tonpapier eine Verdunkelung für das Terrarium, da es auch in der Erde dunkel ist. Durch Bücher, Gespräche und gemeinsames Nachdenken vertieften sie ihr Sachwissen und entwickelten ein zunehmend differenziertes Verständnis für die Bedeutung der Regenwürmer im Boden.

Vom Bodenwissen ins Hochbeet

Ein zentrales Ziel des Projekts war es, den entstandenen „Bodenschatz“ praktisch zu nutzen. Gemeinsam bereiteten die Kinder die Hochbeete vor, bemalten sie und füllten sie mit Erde. Anschließend wurden die Regenwürmer aus dem Beobachtungsglas ins das Hochbeet entlassen.

Verantwortung übernehmen

Zum Abschluss pflanzten die Kinder gemeinsam Kohlrabipflanzen ein. Die Pflege der Pflanzen – insbesondere das tägliche Gießen – wurde bewusst in die Verantwortung der Kinder gelegt. So wurde aus dem Projekt nicht nur eine Entdeckungsreise in die Welt des Bodens, sondern auch eine Übung in Achtsamkeit, Verantwortung und nachhaltigem Handeln.

Ein gelungenes Beispiel für frühe Bodenbildung

Das Projekt „Fleißige Regenwürmer“ zeigt, wie bereits im Kindergarten ein grundlegendes Verständnis für Boden, Kreisläufe und ökologische Zusammenhänge entstehen kann. Durch eigenes Erleben, Beobachten und Handeln wird Boden als lebendiger, schützenswerter Lebensraum erfahrbar gemacht.


Um den Tieren eine möglichst naturnahe Umgebung zu bieten, bastelten die Kinder aus schwarzem Tonpapier eine Verdunkelung für das Terrarium, da es in der Erde ebenfalls dunkel ist. Parallel dazu wurde mit Hilfe von kindgerechten Sachbüchern – insbesondere dem Buch „Kackadiesisch! Darwins großes Regenwurmspektakel“ – Sachwissen über Regenwürmer gesammelt. Die Kinder erfuhren, dass Regenwurmkot besonders wertvoll für die Erde ist.


Anschließend wurde das Hochbeet gemeinsam mit den Kindern vorbereitet: Die Kinder bemalten es, füllten es mit Erde und richteten es liebevoll her. Die gesammelten Regenwürmer wurden samt der bereits aufbereiteten Erde aus dem Terrarium in das Hochbeet entlassen. Um zu verhindern, dass die Tiere den Bereich verlassen, wurde das Beet zusätzlich mit Vlies ausgekleidet.
Nach dem Einzug der Regenwürmer pflanzten die Kinder Kohlrabipflanzen ins Beet. Sie übernahmen eigenständig die Verantwortung für das tägliche Gießen und die Pflege der Pflanzen. Begleitend zum Projekt gab es weitere kreative und lehrreiche Angebote rund um das Thema Regenwürmer und Boden.

Fazit

Ein gelungenes, ganzheitliches Projekt, das Wissen, Praxis und Verantwortung kindgerecht vereint. Die Kinder lernten mit Freude, wie aus kleinen Würmern große Helfer für unsere Umwelt werden – und wie wichtig es ist, achtsam mit Natur und Tieren umzugehen.

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