Stauden und Wildblumen statt großer Rasenflächen

Große Rasenflächen leiden besonders unter Hitze und Trockenheit. Deutlich robuster sind abwechslungsreich bepflanzte Beete mit Stauden und heimischen Wildblumen. Sie beschatten den Boden, benötigen weniger Wasser und blühen oft über viele Monate hinweg. Gleichzeitig bieten sie Bienen, Schmetterlingen und zahlreichen weiteren Insekten wertvolle Nahrung.
Die richtigen Pflanzen wählen

Nicht jede Pflanze fühlt sich an jedem Standort wohl. Für sonnige und trockene Plätze eignen sich besonders:
• heimische, trockenheitsverträgliche Sträucher
• robuste Wildstauden und Wildblumen wie Johanniskraut, Königskerze, Indianernessel oder Schafgarbe
• mediterrane Kräuter wie Salbei, Thymian oder Gewürzfenchel
Sie kommen mit Hitze besser zurecht und bieten gleichzeitig Nahrung für viele Insekten.
Hitzefitter Kräuterrasen oder Blumenwiese

Auch die Pflege von Rasenflächen trägt dazu bei, den Garten widerstandsfähiger gegen Hitze zu machen. Mähen Sie den Rasen nicht zu kurz – längere Halme schützen den Boden vor intensiver Sonneneinstrahlung und Austrocknung. Gleichzeitig können niedrig wachsende Kräuter wie Braunelle, Gänseblümchen oder Thymian zur Blüte kommen. So entsteht mit der Zeit ganz von selbst ein artenreicher und robuster Kräuterrasen, der auch wertvolle Nahrung für Insekten bietet.
Wo der Rasen nicht als Spiel- oder Liegefläche genutzt wird, kann auch eine Blumenwiese eine gute Alternative sein. Heimische Wiesenblumen kommen mit Trockenheit besser zurecht und müssen nur 2 mal im Jahr gemäht werden.
Schatten schafft ein besseres Mikroklima

Bäume, Sträucher, Hecken und Kletterpflanzen wirken wie natürliche Klimaanlagen. Sie kühlen ihre Umgebung, reduzieren die Verdunstung und schützen den Boden vor Überhitzung. Gleichzeitig bieten sie zahlreichen Tierarten Nahrung und Rückzugsräume.
Auch Fassadenbegrünungen können dazu beitragen, Gebäude und Gärten an heißen Tagen angenehm kühl zu halten.
Wasser versickern lassen statt zu versiegeln

Auch die Gestaltung der Gartenwege und -plätze trägt dazu bei, den Garten klimafit zu machen. Versiegelte Flächen sollten möglichst reduziert werden. Stattdessen eignen sich versickerungsfähige Beläge wie Kies, Schotter oder Pflaster mit offenen Fugen. Sie lassen Regenwasser im Boden versickern, heizen sich an heißen Sommertagen weniger stark auf und helfen dabei, den Garten bei Starkregen zu entlasten.
Ein gesunder Boden speichert mehr Wasser

Ein lockerer, lebendiger Boden kann Regen- und Gießwasser besser aufnehmen und länger speichern. Im Gemüsebeet empfiehlt es sich daher, die oberste Bodenschicht regelmäßig vorsichtig zu lockern.
Anschließend schützt eine Mulchschicht aus Rasenschnitt, Laub oder Stroh den Boden vor Austrocknung. Gleichzeitig fördert sie das Bodenleben und trägt dazu bei, dass die Feuchtigkeit länger erhalten bleibt.
Richtig gießen spart Wasser

Auch beim Gießen kommt es auf die richtige Technik an. Am besten wird früh morgens mit Regenwasser gegossen.
Statt häufiger kleiner Wassergaben ist es sinnvoller, seltener, dafür aber gründlich zu gießen. So gelangt das Wasser in tiefere Bodenschichten, verdunstet nicht so schnell und steht den Pflanzenwurzeln länger zur Verfügung.
Jeder Garten kann klimafit werden!
Jeder Garten kann einen Beitrag zur Klimaanpassung leisten. Mit einer naturnahen Gestaltung und der richtigen Pflege bleibt er auch in Hitzeperioden grün und lebendig – und wird zu einem wertvollen Lebensraum für Mensch und Natur.